Bevor sie wieder vorbei ist

… die Spargelzeit.

Heute präsentiere ich euch eines meiner Lieblingsessen, Risotto. Ich liebe die Konsistenz eines gut gekochten Risottos (leider noch nie im Restaurant eines bekommen). Und ich liebe es Risotto zu kochen, am liebsten mit Freunden zusammen. Da bekommt das Risotto ein Schlückchen Wein, dann der Koch, dann das Risotto… Das schöne am Risotto ist, dass man es mit saisonalen Zutaten immer wieder abwandeln kann. So mache ich im Herbst gerne Kürbisrisotto, Pilzrisotto mit getrockneten Pilzen geht immer und jetzt zur Spargelzeit gibt es natürlich ein Spargelrisotto. Da ich Risotto immer nach Gefühl koche, hier nur die wichtigsten Eck-Daten:

Spargelrisotto

Spargelrisotto.JPG

Zutaten (für 4 Portionen):

  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 250g Risottoreis
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Flasche Weißwein 😉
  • grüner Spargel
  • Parmesan

Zubereitung:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im heißen Öl anbraten bis sie glasig ist. Dann den Risottoreis hinzugeben und kurz anbraten. Mit Weißwein ablöschen.

Jetzt beginnt der anstrengende Teil. Immer wieder umrühren und Gemüsebrühe hinzugeben und wieder umrühren. Die Reis-Zweibel-Masse muss immer gerade so mit Flüssigkeit bedeckt sein und darf nicht anbraten. So lange Flüssigkeit hinzugeben bis der Reis weich ist.

Den Spargel in kleine Stücke schneiden und zum Risotto geben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Parmesan kleinhobeln und unter die Masse rühren. Es sollte so viel Parmesan sein, dass das Risotto schön „schlunzig“ wird. Am Schluss noch etwas Weißwein unterrühren. Mit Parmesan bestreuen und sevieren.

 

 

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Warum ich blogge

Heute will ich kurz mal erzählen wie ich zum Bloggen gekommen bin. Vorab: Ich habe schon immer gerne gekocht und gebacken und es vor allem von meiner Mama und Oma gelernt. Aber das allein heißt noch nicht, dass man bloggen muss Insgesamt war es eine Art dreistufige Entscheidungsfindung. Das Erste Mal bin ich mit dem Foodbloggen in „Berührung“ gekommen als ich den Film Julie & Julia von 2009 gesehen habe, der Glaube ich den meisten Foodbloggern bekannt ist. Da habe ich auch zum ersten Mal von Julia Childs Rezept für Boeuf Bourguignon gehört (aber dazu später mehr). Damals hielt ich Bloggen allerdings für sehr zeitaufwendig und nichts für mich.

Später bin ich natürlich durch Rezeptsuchen im Internet immer wieder auf die verschiedenen Blogs gestoßen. Habe mir aber nur die Rezepte „geholt“ und nie wirklich die Geschichten dahinter gelesen. Erst durch meine Bekanntschaft mit der Autorin von Coriander is the new Basil habe ich auch einen Blick hinter die Kulissen geworfen. Ich habe die Autorin im Urlaub kennengerlernt kurz bevor sie mit dem Bloggen angefangen hat, so konnte ich die Anfänge sehen und feststellen, dass Foodblogger Menschen wie ich sind. Ich fand und finde diesen Blog sehr gelungen und immer mit Liebe und Seele geschrieben, so dass ich schon viele Rezepte ausprobiert habe.

Aber schlussendlich haben mich meine Familie, Freunde und Kollegen wirklich dazu gebracht den Schritt von „ich könnte es mal probieren“ zu „jetzt fange ich wirklich an“ zu machen. Denn alle haben mich immer wieder nach den Rezepten gefragt und durch meinen Blog können sie und ich jederzeit auf mein Rezeptbuch zugreifen. Am Ende doch ein ziemlich einfacher und praktischer Grund.

So jetzt aber genug von der Vorgeschichte meines Blogs. Nur noch zum Abschluss will ich euch den, meines Erachtens, Bloggklassiker und meine Art ihn zuzubereiten vorstellen:

Boeuf Bourguignon à la Julia Child

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 700g mageres Rindfleisch große Stücke geschnitten
  • 100g Schinkenspeck 15 ml
  • Oliven- od. Speiseöl
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • 1 Flasche Rotwein oder Chianti
  • 480ml Rinderfond
  • 1 EL Tomatenmark
  • ½ TL Thymian
  • 2 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 1 gemahlenes Lorbeerblatt

zusätzlich für geschmorrte Pilze und Zwiebeln:

  • 2 EL Butter
  • 15 ml Öl
  • 450 g frische Pilze (z.B. Champignons)
  •  18-24 kleine Zwiebeln oder Chalotten
  • Öl
  • 1 ½ EL Butter
  • 120 ml Rotwein
  • Kräutersträußchen aus Petersilie, Lorbeerblatt und Thymian

Zubereitung:

geschmorrte Pilze:

Pilze putzen und die größeren vierteln oder halbieren. Butter und Öl in eine heiße Pfanne geben. Sobald der Butterschaum abklingt, ist die Pfanne heiß genug und die Pilze können hinein. Die Pilze in der Pfanne für 4-5 Minuten schwenken. Wenn die Flüssigkeit wieder aus den Pilzen austritt noch ca. 1-2 Minuten weiterschmoren und dann zur Seite stellen.

geschmorrte Zwiebeln:

Zwiebelchen schälen. Butter und Öl in einer Pfanne zum Schäumen bringen. Die Zwiebeln dazugeben und bei mäßiger Hitze für 10 Minuten anschmoren und immer wieder mal wenden, damit sie überall schön braun werden. Danach den Rotwein und das Kräutersträußchen hinzugeben. Den Deckel drauf geben und für 45-50 Minuten langsam kochen bis die Zwiebeln schön weich sind und die Flüssigkeit verdampft ist. Das Sträußchen herausnehmen und auch erst mal zur Seite stellen.

Boeuf Bourguignon:

Den Ofen auf 230° C vorheizen. Den Schinkenspeck in Streifen von ca. 0,5 cm Dicke und 4 cm Länge schneiden. Die Speckstreifen in 1 l Wasser für 10 Minuten aufkochen. Danach abgießen und den Schinkenspeck trocken tupfen. Dann den Schinkenspeck in Öl bei mittlerer Hitze kurz für 2-3 Minuten in einer Kasserolle (oder einem großen Topf) leicht anrösten. Den Schinkenspeck mit einer Schaumkelle herausnehmen. Die Kasserolle wieder auf den Herd zurückstellen. Das Rindfleisch mit Küchenpapier abtrocknen und von allen Seiten anbraten. Das Fleisch aus der Kasserolle nehmen und zum Schinkenspeck legen. Karotte und Zwiebel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden und dann im selben Öl anbraten. Bratfett danach weggießen. Das Fleisch und den Speck wieder in die Kasserolle geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit Mehl bestreuen und das Fleisch schwenken, damit es überall beschichtet wird. Nun die Kasserolle in den vorgeheizten Ofen für 4 Minuten auf die mittlere Schiene geben. Das Fleisch wenden und für weitere 4 Minuten im Ofen. Das Mehl wird dadurch angeröstet und das Fleisch erhält dadurch eine leichte Kruste. Die Kasserolle herausnehmen und den Ofen auf 165° C herunterdrehen. Den Rotwein und genug Rinderfond hineingießen, so dass das Fleisch geradeso bedeckt ist. Tomatenmark, Knoblauch, Kräuter und Schinkenspeckrinde dazugeben und alles Aufkochen. Den Kasserollendeckel aufsetzen und in den Ofen auf die untere Schiene für 2 ½ -3 Stunden geben. Das Fleisch ist durch, wenn es sich mit einer Gabel leicht aufpieksen lässt. Die geschmorten Zwiebeln und die Pilze darüber verteilen und mit Baguette oder Salzkartoffeln servieren.

Ein himmlisches Hühnchen

Meine Hühnchen waren schon in einigen Ländern bzw. von der Landesküche inspirierten Soßen. So habe ich sie in den Orient geschickt oder in Bier ertränkt. Aber diese Soße mit Wein, Kapern und Oliven ist einfach sooo himmlisch gut, dass sie meine unerreichte Lieblingssoße ist und ich mich frage, warum ich das Rezept euch nicht schon längst vorgestellt habe. Also hier, mit Suchtgarantie:

Geschmortes Huhn mit Kapern und Oliven

Hühnchen mit Oliven und Kapern

Zutaten:

  •  ein bratfertiges Hühnchen (ca. 1,2 kg)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Stiele Rosmarin
  • 1 TL Pfefferkörner
  • Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 5 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/4 Liter trockener Weißwein
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 TL Hühnerbrühe
  • 2 EL Kapern
  • 4 EL schwarze Oliven

Zubereitung:

Hühnchen in Stücke zerteilen. Knoblauch und Rosmarinnadeln hacken und mit den Pfefferkörnern und der Zitronenschale im Mörser fein zerkleinern. Drei Esslöffel Öl und Meersalz unterrühren. Mit der Marinade die Hühnchenteile einreiben und eine Stunde ziehen lassen.

Restliches Öl in einem Bräter erhitzen. Fleisch aus der Marinade nehmen und ca. 10 Minuten von allen Seiten anbraten. Mit übriger Marinade bestreichen. Mit dem Wein und 1/2 Liter Wasser ablöschen, aufkochen und Tomatenmark, Zitronensaft und Brühe einrühren. Deckel drauf und 30 Minuten auf dem Herd schmoren lassen. Gelegentlich die Hühnchenteile in der Soße wenden. Kapern und Oliven in die Soße  einrühren und für weitere 5 Minuten schmoren lassen.

Am besten mit Brot oder Baguette servieren, dann kann man so schön die Soße tunken.

Advent auf’s Brot

Was gibt es schöneres als bei leichtem Schneerieseln auf dem Christkindlmarkt zu stehen und heißen Glühwein zu trinken? Nur noch am warmen Fürhstückstisch zu sitzen an einem kalten Adventssonntagmorgen und sich Glühweingelee auf den Toast oder frische Scones zu schmieren. Hier mein persönliches, über Jahre verfeinertes, Rezept:

Glühweingelee

Glühweingelee

Zutaten (reicht für 6 Gläser à 230 ml):

  • 750 ml Rotwein, trocken
  • 500 g Gelierzucker, 2:1
  • 1 Stange Zimt
  • Gewürznelken
  • 2 Körner Piment
  • Kardamomkapsel(n), leicht angedrückt
  • 1 Vanilleschote, aufgeschlitzt und ausgekratzt
  • 150 ml Orangensaft
  • ½ Biozitrone

Zubereitung:

Den Rotwein, Orangensaft und die halbe Zitrone zusammen mit den Gewürzen in einen Topf geben und langsam erwärmen. Bei den Gewürzen Nelken, Piment und Kardamom kann evtl. noch jeweils ein Stück mehr dazugegeben werden, wenn man es würziger mag. Kurz vor dem Siedepunkt den Topf vom Herd nehmen und ca. 2 Stunden stehen lassen, damit die Gewürze ziehen können. Gewürze abseihen.

Den Wein in einen großen Kochtopf geben (Vorsicht, schäumt sehr stark!), evtl. noch etwas Orangensaft nachgießen, um 900ml zu erhalten. Zucker einrühren und nach Packungsvorschrift kochen.

Gelierprobe machen. Wenn das Gelee fertig ist, noch heiß in vorbereitete, sterilisierte Twist-Off-Gläser einfüllen.