Warum ist das Risotto so braun?

Das könntest ihr euch bei dem Foto zu diesem Post fragen. Und auch, warum ich schon wieder ein Spargelrisotto poste, obwohl ich das letztes Jahr schon gemacht habe. Aber hier geht es nicht um das gesamte Gericht, sondern um eine Zutat daraus: die Gemüsebrühe. Eine Gemüsebrühe braucht man als Basis für viele Rezepte und bisher habe ich immer Instantbrühen verwendet. Aber man kann sie auch selber machen und dabei noch die Gemüsereste verwenden, die ansonsten in der Biotonne gelandet wären. Und die selbstgemachte Brühe färbt dann alles eher braun als die gekaufte.

Gemüsebrühe aus Gemüseresten

Gemüsebrühe

Zutaten:

Alles was so nach dem Schälen und Schnippeln von Zwiebeln, Karotten, Zucchini, Sellerie, Kartoffeln und Co. übrig bleibt.

Die Zutaten sollten frisch und ungekocht sein.

Zubereitung:

Die Reste, sobald sie anfallen, in eine Zippertüte geben und im Kühlfach einfrieren. Jedes Mal wenn wieder Gemüsereste anfallen, die Tüte weiter auffüllen. Sobald mindestens eine ein Liter-Tüte voll ist, kann eine Gemüsebrühe daraus gekocht werden.

Dazu gibt man die Gemüsereste in einen Topf, gibt Wasser hinzu, bis das Gemüse knapp bedeckt ist und lässt das Ganze kochen bis daraus eine dunkle schmackhafte Brühe entstanden ist.

Danach gießt man die Brühe durch ein Sieb und füllt sie in Einmachgläser oder Eiswürfelformen. Im Einmachglas hält sich die Brühe ca. zwei Wochen. In gefrorener Form natürlich länger.

Herbst lauwarm

Momentan zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Die Blätter verfärben sich, die Sonne bricht immer wieder durch die Wolken und wärmt einen noch etwas auf und überall sieht man Kürbisse. Und diese vielen vielen Kürbisse müssen auch verarbeitet werden. Zur Abwechslung habe ich heute mal einen lauwarmen Salat ausprobiert. Scheckt lecker süß-sauer-salzig.

Lauwarmer Kürbissalat

lauwarmer-kurbissalat

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 1 kleiner Hokaidokürbis
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1/4 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 2 Esslöffel Sesam
  • 2 Esslöffel Kürbiskerne
  • 2 Esslöffel Honig
  • 2 Esslöffel Balsamicoessig
  • 100 g Feta
  • Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad (Umluft)  vorheizen.

Den Kürbis halbieren und die Kerne entfernen. Dann in ein bis zwei Zentimeter große Würfel schneiden und mit Öl und Cayennepfeffer vermischen. Auf ein mit Backpapier aufgelegtes Blech legen und für 20 Minuten in den Ofen schieben. Dann die Kürbiswürfel mit den Kürbiskernen und dem Sesam vermischen und für weitere 10 Minuten im ofen rösten.

Alles aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und in einer Schale mit dem Honig, Balsamicoessig, und dem zerbröselten Feta vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

 

Ich liebe Kohlrabi! Teil 4

Neue Fortsetzung der Kohlrabi-Serie. Was eigentlich klar ist, denn letzte Woche war ich wieder dahoam bei der Familie und habe mir neben frischen Eiern von glücklichen Hühnern auch wieder Kohlrabi eingepackt. Heute gibt es einen Gemüsepuffer der herrlich luftig schmeckt und leicht orientalisch angehaucht ist.

Kohlrabi-Karotten-Puffer

Zutaten (für 6-8 Stück):

  • 300 g Kohlrabi (2 mittelgroße)
  • 3 mittelgroße Karotten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 Ei
  • 4-5 EL Mehl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Harissa
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • Oregano
  • Kreuzkümmel
  • Salz

Zubereitung:

Kohlrabi schälen und grob raspeln. Mit einem Teelöffel Salz bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Währenddessen die Karotten und die Zwiebel grob klein raspeln und die Kräuter hacken.

Die Kohlrabiraspeln auspressen, so dass möglichst wenig Wasser darin bleibt. Alle Zutaten miteinander verkneten und dann 15 Minuten ziehen lassen.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen und aus dem Teig die Puffer formen. Die Puffer dann für 45 Minuten backen und nach ca. 30 Minuten einmal wenden.

Mit Joghurt serviert schmeckt er herrlich.

 

 

 

Ich liebe Kohlrabi! Teil 3

Letztes Wochenende war ich wieder mal in meiner Oberpfälzer Heimat. Habe kräftig am Gartenteich mitgeholfen und dann auch aus Omas Garten das erste Gemüse mitgenommen. Natürlich waren Kohlrabi mit dabei. 🙂 Jetzt kann ich meine kleine Serie zu diesem Gemüse fortsetzen. Dieses Mal ist es eine Lasagne, die ohne Lasagneplatten auskommt, da ich hierfür Kohlrabi und Zucchini verwendet habe.

Kohlrabi-Zucchini-Lasagne

Kohlrabi-Zucchini-Lasagne

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 Kohlrabi
  • 1 Zucchini
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Dose Tomaten in Stücken
  • 100ml Sahne
  • 4 EL Joghurt
  • 1 Ei
  • 1 EL Speisestärke
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Rotwein
  • Oregano, Thymian, Paprikapulver

Zubereitung:

Die Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben hobeln. In Salzwasser bissfest kochen, abseihen und mit kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen.

Zwiebel in Würfel schneiden und in Olivenöl anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen und die Dosentomaten hinzu geben. Mit den Gewürzen abschmecken und ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Die Zucchini in dünne Scheiben hobeln. Ofen auf 175 Grad vorheizen.

Die Sahne, den Joghurt und das Ei verrühren. Die Speisestärke mit 2 EL Wasser verrühren und unter die Sahnemasse rühren.

In einer Auflaufform erst eine Schicht Kohlrabi, dann Tomatensoße, dann Zucchinis und dann die Sahnemasse schichten. (Geht auch in einer anderen Reihenfolge). Den Parmesan darüber reiben. Und für 25-30 Minuten in den Ofen geben.

 

Bevor sie wieder vorbei ist

… die Spargelzeit.

Heute präsentiere ich euch eines meiner Lieblingsessen, Risotto. Ich liebe die Konsistenz eines gut gekochten Risottos (leider noch nie im Restaurant eines bekommen). Und ich liebe es Risotto zu kochen, am liebsten mit Freunden zusammen. Da bekommt das Risotto ein Schlückchen Wein, dann der Koch, dann das Risotto… Das schöne am Risotto ist, dass man es mit saisonalen Zutaten immer wieder abwandeln kann. So mache ich im Herbst gerne Kürbisrisotto, Pilzrisotto mit getrockneten Pilzen geht immer und jetzt zur Spargelzeit gibt es natürlich ein Spargelrisotto. Da ich Risotto immer nach Gefühl koche, hier nur die wichtigsten Eck-Daten:

Spargelrisotto

Spargelrisotto.JPG

Zutaten (für 4 Portionen):

  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 250g Risottoreis
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Flasche Weißwein 😉
  • grüner Spargel
  • Parmesan

Zubereitung:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und im heißen Öl anbraten bis sie glasig ist. Dann den Risottoreis hinzugeben und kurz anbraten. Mit Weißwein ablöschen.

Jetzt beginnt der anstrengende Teil. Immer wieder umrühren und Gemüsebrühe hinzugeben und wieder umrühren. Die Reis-Zweibel-Masse muss immer gerade so mit Flüssigkeit bedeckt sein und darf nicht anbraten. So lange Flüssigkeit hinzugeben bis der Reis weich ist.

Den Spargel in kleine Stücke schneiden und zum Risotto geben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Parmesan kleinhobeln und unter die Masse rühren. Es sollte so viel Parmesan sein, dass das Risotto schön „schlunzig“ wird. Am Schluss noch etwas Weißwein unterrühren. Mit Parmesan bestreuen und sevieren.

 

 

Eine bayerische Frühlingsrolle

Morgen ist der erste März und somit meteorologischer Frühlingsanfang. Wobei sich das Wetter gerade noch nicht wirklich entscheiden kann ob jetzt der Frühling kommt oder der Winter. Aber egal ob es draußen 18 Grad Plus oder 8 Grad Minus hat das folgende Rezept geht immer und macht gute Laune. Viele von euch kennen Maultaschen, allerdings nicht die Oberpfälzer Version. Bei uns dahoam wird der Maultaschenteig nämlich mit Erdäpfel (=Kartoffeln) gemacht und mit den verschiedensten Dingen gefüllt. Eine meiner Lieblingsfüllungen ist die mit Frühlingszwiebeln … und da schließt sich wieder der Kreis. 😉

Erdäpfel-Maultaschen mit Frühlingszwiebelfüllung

Zutaten:

  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • Butter
  • ein Bund Frühlingszwiebeln

 

Zubereitung:

Die Zubereitung des Maultaschenteigs funktioniert genauso wie bei meinen Fingernudeln mit Haselnüssen und die Frühlingszwiebel in Röllchen schneiden.

Dan Backofen auf 175 Grad vorheizen. Den fertigen Teig dann in sechs gleich große Stücke teilen. Die Stücke auf einer bemehlten Oberfläche zu Rechtecken ausrollen. Die Frühlingszwiebel darauf verteilen und den Teig einrollen. Die Rollen in einer gebutterten Backform eng aneinander legen und ein paar Butterflocken darauf verteilen.

Für ca. 30-40 Minuten backen. Die Maultaschen müssen oben gebräunt sein. Je nach dicke des Teigs kann es aber auch länger dauern.

Wer will kann auch Äpfel für die Füllung nehmen und die Maultaschen süß genießen.

Blumen … kohl für Euch!

Herbstzeit ist Suppenzeit. Deshalb hier für Euch eine Variation einer meiner Lieblingssuppen von dahoam mit der man schön den sonnigen Herbst genießen kann. Und wisst Ihr was? Die Suppe braucht nur ein paar Zutaten und ist deshalb ruckzuck gemacht und bereit zum Genießen.

Blumenkohl-Cheddar-Suppe

Blumenkohl-Cheddar-Suppe (2)

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Blumenkohl ca. 1kg
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 100g Cheddar

Zubereitung:

Zwiebeln würfeln und Blumenkohl in Röschen teilen. Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen und die Zwiebel dazu geben bis sie weich sind. Dann den Blumenkohl zusammen mit der Brühe hinzugeben. Alles zum Kochen bringen ca.15-20 Minuten köcheln lassen bis der Blumenkohl weich ist. Ein paar Röschen zur Deko beiseite legen. Den Käse in Streifen schneiden und in die Suppe geben, alles pürieren.

Guten Morgen Marrakesch!

Meine Rundreise durch Marokko ist jetzt leider zu Ende. Ich habe viele unterschiedliche Landschaften gesehen, Menschen kennengelernt und natürlich auch die Küche des Landes gekostet. Da blieb es natürlich nicht aus, dass ich mit den in Marrakesch gekauften Gewürzen auch etwas von dieser Küche nachkoche. Anfangen will ich mit einer Variante eines Klassikers des Brunch-Büffet, einem Omelette, mit einem orientalischen Hauch. Dazu trinkt man am besten grünen Tee mit frischer Minze und viel viel viel Zucker.

Berber Omelette

 Berber-Omelette

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gelbe Paprika
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Tomate
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • Salz und Pfeffer
  • 8 Eier

Zubereitung:

Die Zwiebel und die Paprika in Würfel schneiden. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und dann die Zwiebel und die Paprika für einige Minuten anbraten.

Die Gewürze und den Zucker vermischen. Die Tomate würfeln und alles zusammen in die Pfanne geben.

Nach einigen Minuten die Eier hinzugeben und alles gut verrühren. Immer wieder die Masse zur Mitte schieben, so dass die flüssige Eimasse nach außen laufen kann um fest zu werden. Bevor alles richtig fest wird, die Pfanne für einige Minuten unter der Grill im Backofen stellen.

Obwohl die verwendeten Eier von den Hühnern meiner Oma stammen und nicht aus Marokko, hier noch ein Bild von marokkanischen Hühnern, bzw. einem Huhn und einem Hahn.

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Ich liebe Kohlrabi! Teil 1

Ein Gemüse, dass ich schon als Kind gerne gegessen habe ist Kohlrabi. Als Kind habe ich ihn immer am liebsten frisch aus Omas Garten roh gegessen und auch jetzt nehme ich mir auf meinen Heimatbesuchen gerne welche wieder mit nach München. Geschält und in Scheiben werden sie dann roh genossen. Und das war es an kulinarischer Raffinesse schon, bisher. Denn jetzt probiere ich verschiedene Gerichte aus um diesem Gemüse etwas Ehre zu erweisen.

Beginnen wir mal mit etwas Einfachem, einer wunderbaren frischen Sommersuppe:

Kohlrabisuppe

Kohlrabisuppe

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 300g Kohlrabi
  • 1 Kartoffel (oder eine große Karotte)
  • 1 Zwiebel
  • 400ml Gemüsebrühe
  • Butter
  • Muskat
  • Salz und Pfeffer
  • Joghurt

Zubereitung:

Kohlrabi und Kartoffel schälen und würfeln. Die Zwiebel schälen und in  kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit der geschmolzenen Margarine glasig anbraten. Gemüsewürfel hinzufügen, kurz anbraten und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Alles ca. 12-15 Minuten köcheln lassen. Alles fein pürieren. Mit Muskat würzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Joghurt garnieren.

Kicher, kicher

Nein ich habe gerade keinen (schmutzigen) Witz gehört. Ich habe gerade einen meiner Lieblingseintöpfe gekocht. Und eine Hauptzutat ist, ratet mal… Kichererbsen. Wenn man mal nachforscht, woher Kichererbsen ihren Namen haben (danke Internet), wird man zwar feststellen, dass da Nichts zum Kichern ist (hat was mit Latein zu tun), das ist mir aber egal. Ich kichere bzw. lächle trotzdem beim Essen und genieße den Eintopf.

Marokkanischer Kichererbseneintopf

Marokkanischer_Kichererbseneintopf

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • 1 Aubergine
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Harissa
  • 100g rote Linsen
  • 400g Kichererbsen (aus der Dose, abgetropft)
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1 Zucchini
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • Joghurt
  • Kräuter

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und in einem Topf mit dem Olivenöl leicht anbraten. Die Aubergine in Würfel schneiden und in den Topfgeben. Rundherum gut anbraten. Rote Linsen und Kichererbsen hinzugeben. Tomatenmark und Harissa einrühren und mit der Brühe aufgießen. Alles 10 Minuten köcheln lassen.

Die Zucchini würfeln, zum Eintopf geben und weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Nach Belieben mit frischen Kräutern wie Koriander, Minze oder Petersilie und Joghurt servieren.