Indian Summer

Mit Indian Summer ist eigentlich der Altweibersommer in Nordamerika gemeint. Ich nutze aber diesen Ausdruck lieber für die Überschrift meines heutigen Rezepts. Hähnchencurry in den Farben des Herbst und es sorgt mit seiner Schärfe für die nötige Wärme.

Hähnchencurry

hahnchencurry

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 3 Hähnchenbrustfilets
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Esslöffel frischer Ingwer, geschält und gehackt
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 Teelöffel Kurkuma, gemahlen
  • 1,5 Teelöffel Koriander, gemahlen
  • 1 Teelöffel Cayennepfeffer
  • 2 Teelöffel Garam Masala
  • 750 ml Geflügelfond
  • 200 g passierte Tomaten
  • 100 ml Sahne
  • 250 g Kartoffeln, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 3 Esslöffel Öl
  • Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Das Hähnchenbrustfilet mit Salz und Pfeffer würzen und in einen Bräter mit heißem Öl ca. 4-5 Minuten von jeder Seite anbraten. Das Hähnchen aus dem Bräter nehmen und zur Seite legen.

Zwiebel, Frühlingszwiebel, Ingwer und Knoblauch in den heißen Bräter geben und anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Dann die Gewürze und das Tomatenmark hinzugeben und alles verrühren.

Nach ca. 4 Minuten das Hähnchen, die passierten Tomaten und die Sahne hinzugeben. Mit dem Geflügelfond aufgießen. Kurz aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze für ca. 1,5 Stunden köcheln lassen.

Die Kartoffeln hinzugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen.

Das Curry kann man mit Nan, Reis und Joghurt servieren.

 

 

 

 

Ein Hühnchen in Fes

Hier der zweite Teil meiner kulinarischen Nachbereitung meiner Marokkoreise (der erste Teil ist hier zu finden). Ich habe endlich wieder meine Tajine benutzen können (zum Kochen, als Dekoobjekt leistet sie immer gute Dienste). Und auch von meine mitgebrachten Gewürzen konnte ich wieder etwas verwenden. Also hier ein Rezept für Hühnchen mit einer fantastischen Zitronensoße.

Hühnchen-Zitronen-Tajine

 Hühnchen-Zitronen-Tajine

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 25 g frischer Ingwer
  • 1/2 Bund Petersilie oder Koriander
  • 4-6 Safranfäden
  • 2 Zitronen
  • 1 TL Salz
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL schwarzer Pfeffer, schwarzer
  • 4 große Hähnchenschenkel
  • 150 g grüne Oliven
  • 1 TL getrockneten Thymian oder Oregano
  • 1 EL Speisestärke

Zubereitung:

Zwiebel grob hacken. Die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Knoblauch, dem geschälten Ingwer, der Petersilie, dem Safran, dem Saft einer der Zitronen,  Salz, 3 EL Olivenöl und dem Pfeffer zu einer Marinade pürieren.

Die Hähnchenschenkel waschen und trocken tupfen. Mit der Marinade bestreichen. Übrige Marinade aufheben. Hähnchenschenkel über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Die Marinade von den Hähnchenschenkeln abkratzen und wieder zur restlichen Marinade geben. In in einer Tajine das Olivenöl (1 EL) erhitzen. Das Hähnchen darin anbraten. Die Marinade über die Hähnchenkeulen geben. Wasser auffüllen, soviel, dass die Keulen bis zur Hälfte damit bedeckt sind. Das Wasser aufkochen, die Hitze reduzieren und zugedeckt 45 Min. sanft köcheln lassen. Die Hähnchenkeulen in dieser Zeit einmal wenden.

Die zweite Zitrone abspülen und die Kerne entfernen. Dann in kleine Stückchen schneiden. Zusammen mit den Oliven in die Tajine geben und das Ganze mit Thymian oder Oregano bestreuen. Kurz unterrühren und nochmal 15 Min. sanft köcheln lassen.

Dazu am besten Fladenbrot essen, damit kann man die Soße so schön bis zum letzten Rest aufnehmen. Ich habe diesmal gekauftes Fladenbrot genommen. Wer es selber machen möchte, der kann hier nachschauen.

Du hier ein Bild von dem Restaurant in der Medina in Fes wo ich das Hühnchen gegessen habe. Hinfinden würde ich dort allerdings nie wieder.

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Sonntag mit Huhn in der Karibik

Hier wieder einmal eine Fortsetzung von „ein Hühnchen kommt durch die Welt – zumindest kulinarisch“. Diesen Sonntag habe ich ein Rezept von Jamie Oliver’s Buch „Jamies 30 Minuten Menüs“ ausprobiert und mit kleinen Abstrichen es auch fast in der Zeit geschafft. Sprich, ich habe für dreiviertel des Menüs nur 45 Minuten gebraucht. 😉 Kleine eigene Variationen mit inbegriffen.

Und jetzt dazu, wo es das Hühnchen dieses Mal hin verschlagen hat: in die Karibik nach Jamaika. Ist übrigens schon mein zweiter Ausflug in die Karibik, den ersten findet ihr bei meinen Krabbenküchlein mit Gurken-Honig-Salat.

Jamaika-Hühnchen à la Jamie

Jamaika-Hühnchen2

 Zutaten für 2 Portionen:

Jamaika-Soße:

  • 4 Frühlingszwiebel
  • kleiner Bund Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • etwas gemahlene Gewürznelke
  • etwas gemahlene Muskatnuss
  • etwas gemahlenes Piment
  • 6 EL Bier (im Originalrezept war es Rum, aber den hatte ich nicht zur Hand)
  • 6 EL Apfelessig oder Weißweinessig
  • 1 EL flüssigen Honig
  • 2 kleine getrocknete Chilischoten
  • 2 Knoblauchzehen

Hühnchen:

  • 2 Hähnchenbrüste
  • Rosmarinzweige
  • Olivenöl

Beilage:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • eine Tasse Reis
  • kleine Dose schwarze Bohnen

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Jamaika Soße kleinpürieren. Das Hähnchen längs durchschneiden, so dass man es aufklappen kann, mit Öl, Salz und Pfeffer einreiben und dann in eine heiße Grillpfanne geben. Von beiden Seiten goldgelb anbraten.

Währenddessen restlichen Frühlingszwiebeln kleinschneiden und ein einem Topf mit etwas Öl anbraten. Reis und abgetropfte Bohnen hinzugeben. Mit zwei Tassen Wasser aufgießen und quellen lassen.

Das angebratene Hühnchen in eine kleine Ofenform geben, mit der Soße begießen und den Rosmarin hinzugeben. Alles im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 15 Minuten braten.

Sobald der Reis fertig ist, alles zusammen servieren. Und wer noch Zeit hat, kann noch einen Salat dazu machen.

Ein himmlisches Hühnchen

Meine Hühnchen waren schon in einigen Ländern bzw. von der Landesküche inspirierten Soßen. So habe ich sie in den Orient geschickt oder in Bier ertränkt. Aber diese Soße mit Wein, Kapern und Oliven ist einfach sooo himmlisch gut, dass sie meine unerreichte Lieblingssoße ist und ich mich frage, warum ich das Rezept euch nicht schon längst vorgestellt habe. Also hier, mit Suchtgarantie:

Geschmortes Huhn mit Kapern und Oliven

Hühnchen mit Oliven und Kapern

Zutaten:

  •  ein bratfertiges Hühnchen (ca. 1,2 kg)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Stiele Rosmarin
  • 1 TL Pfefferkörner
  • Saft und Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 5 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/4 Liter trockener Weißwein
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 TL Hühnerbrühe
  • 2 EL Kapern
  • 4 EL schwarze Oliven

Zubereitung:

Hühnchen in Stücke zerteilen. Knoblauch und Rosmarinnadeln hacken und mit den Pfefferkörnern und der Zitronenschale im Mörser fein zerkleinern. Drei Esslöffel Öl und Meersalz unterrühren. Mit der Marinade die Hühnchenteile einreiben und eine Stunde ziehen lassen.

Restliches Öl in einem Bräter erhitzen. Fleisch aus der Marinade nehmen und ca. 10 Minuten von allen Seiten anbraten. Mit übriger Marinade bestreichen. Mit dem Wein und 1/2 Liter Wasser ablöschen, aufkochen und Tomatenmark, Zitronensaft und Brühe einrühren. Deckel drauf und 30 Minuten auf dem Herd schmoren lassen. Gelegentlich die Hühnchenteile in der Soße wenden. Kapern und Oliven in die Soße  einrühren und für weitere 5 Minuten schmoren lassen.

Am besten mit Brot oder Baguette servieren, dann kann man so schön die Soße tunken.

Ein Hühnchen im Orient

Nachdem ich ein bisschen gesucht habe, bin ich auf ein tolle Rezept gestoßen in dem Zimt auch mal pikant serviert wird und das auch nicht zu aufwendig ist. Also gesehen, ausprobiert und für extrem lecker befunden. 

Zimt-Safran-Huhn_1  

Hier das Rezept für 2 Personen:

Zimt-Safran-Huhn

Zutaten:

½ TL

Zimt

1

Zwiebel

1 TL

Ingwerpulver

3

Paprikaschoten

1 Msp.

Safranpulver

2 EL

Öl

1 EL

Honig

100 ml

Weißwein

25 ml

Essig

100 g

Tomaten aus der Dose

30 ml

Wasser

75 ml

Gemüsebrühe

250 g

Hähnchenbrustfilet

 

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zimt, Ingwer und Safran mischen. Die Hälfte der Gewürze mit Honig, Essig und Wasser verrühren. Das Huhn darin 20 Min. marinieren.

Zwiebel hacken, Paprika in Stücke schneiden. Hähnchen aus der Marinade nehmen und im Öl zwei Minuten von jeder Seite anbraten, dann aus der Pfanne nehmen. Zwiebel und Paprika im Öl anbraten. Mit Weißwein ablöschen. Etwas einkochen lassen. Dann die Tomaten, die Marinad, die restlichen Gewürz, Hähnchen und Gemüsebrühe hinzufügen. Alles 25 Min. schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Reis oder Couscous servieren.

Bavarian Crossover Teil 1

Bei Mama schmeckt es doch immer noch am besten. Und wenn die Mama aus Bayern kommt und die Oma auch, dann ist das Essen noch besser, wenn auch manchmal ein bißchen sehr viel und schwer. Aber aus der traditionellen bayerischen Küche lässt sich so viel schönes machen. Hier mein erster Fund:

Coq à la bière
(Bierhendl)

Coq a la Biere

Zutaten:

Hähnchen, oder 4 Schenkel Gewürznelken
Karotten Lorbeerblätter
Zwiebeln   Pfeffer
2 Zehen  Knoblauch   Chilipulver
150 g  Speck, durchwachsen, gewürfelt   Salz
0,5 Liter  Bier   Butter, oder Butterschmalz
1 Becher  Schmand   Petersilie

Zubereitung

Die Möhren, den Knoblauch und zwei der Zwiebeln würfeln und mit dem Speck in einer großen Pfanne anbraten, anschließend aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Das Hähnchen grob zerlegen, in der Pfanne scharf anbraten und würzen, mit dem Bier ablöschen und das Gemüse wieder zugeben. Die übrig gebliebene Zwiebel mit Lorbeer und Nelken spicken und mit der Petersilie in die Pfanne geben. Ca. 60 Minuten schmoren.

Vor dem Servieren die Zwiebel und die Petersilie herausfischen und den Schmand unterrühren.