Z wie Zoodles

So die Weihnachtspause ist vorbei. Ich habe zu Weihnachten wieder viele neue Utensilien für die Küche bekommen und somit viele Möglichkeiten neue Rezepte auszuprobieren. Das erste neue Spielzeug ist ein Spiralschneider, also quasi ein Anspitzer für Gemüse und Obst. Damit bekommt man schöne, lange Gemüse- bzw. Obstnudeln. Vielleicht haben einige von euch schon von Zoodles gehört. Wenn nicht, Zoodles sind Nudeln (englisch Noodles) aus Zucchini. Mit denen habe ich angefangen. Aber ich habe schon Ideen für Nudeln aus Gurken, Äpfeln oder Kohlrabi.

Zoodles Puttanesca

Zoodles_Puttanesca

Zutaten (für 2 Portionen):

  • 2 Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3-4 Anchovis (wer mag und nicht Vegetarier ist)
  • 1 Chilischote
  • eine Hand voll schwarze Oliven
  • eine Hand voll Kapern
  • eine Dose gestückelte Tomaten
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Pfanne auf dem Herd erhitzen und Olivenöl hineingeben. Wenn das Öl heiß ist, die Knoblauchzehen hineinpressen und die Anchovis hinzugeben. So lange anbraten bis die Anchovis zerfallen und der Knoblauch leicht braun wird. Chili, Oliven und Kapern grob kleinschneiden und in die Pfanne geben.

Ein paar Minuten alles anbraten. Dann mit den Tomaten übergießen. Die Soße 10-15 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Soße köchelt die Zucchini zu Nudeln verarbeiten. (Ich habe ausprobiert wie lange meine Nudeln werden können, war dann aber beim Essen etwas schwer 😉 )

Soße vom Herd nehmen, die Zoodles hinzugeben und alles vermischen. Den geriebenen Parmesan drüberstreuen und servieren.

Da die Soße heiß ist und die Zoodles dünn, muss man sie nicht extra kochen. Die Wärme der Soße reicht schon und die Zoodles bleiben schön bissfest. Schmeckt warm und kalt.

 

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Ein jamaikanischer Topf

So habe mich mal wieder kulinarisch in die Karibik begeben. An dieser Küche finde ich die vielen Gewürze und die für europäischen Gaumen ungewöhnlichen Kombinationen besonders interessant. Passend zur Jahreszeit habe ich mir einen Eintopf bzw. ein Stew herausgesucht, das immer besser wird desto öfter man es aufwärmt. Also auch etwas um nicht jeden Abend kochen zu müssen. Nicht von den vielen Zutaten erschrecken lassen, ist ganz einfach. Also hier für Euch:

Jamaican – Stew

Jamaican-Stew

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 600g Rindfleisch in Würfeln (Gulaschfleisch; am besten selbst würfeln, dann sind die Stücke größer)
  • eine Dose passierte Tomaten
  • eine große rote Zwiebel
  • 5 Karotten
  • 3 Chilis
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 60 ml Rum
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1 halbe Stange Zimt
  • 1 1/2 TL Pimentkörner
  • 2 EL getrockneter Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Brauner Zucker
  • 1 TL Balsamico
  • 1 TL BBQ Sauce
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Zwiebel und schälen und kleinhacken, die Karotten ebenfalls schälen und in Würfel schneiden. Die Chilis in feine Streifen schneiden und den Knoblauch kleinhacken

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Rindergulasch darin für ca. 5 Minuten bei großer Hitze scharf anbraten bis es anfängt braun zu werden. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und das Fleisch umrühren, damit es sich wieder vom Topfboden löst. Dabei die Zwiebeln und Karotten unterrühren und das Ganze bei mittlerer Hitze unter Rühren weitere 5 Minuten anbraten. Danach die Chilis zusammen mit dem Knoblauch unterrühren und kurz weiterbraten, dann mit dem Rum ablöschen.

Die halbe Zimtstange in kleine Stücke zerbrechen und zusammen mit den Pimentkörnern im Mörser zerkleinern.

Das Stew unter Rühren kurz aufkochen und dann die Zimt-Piment Mischung und die Lorbeerblätter dazugeben und alles gut verrühren. Die Gemüsebrühe, den Thymian, den braunen Zucker, den Essig, die BBQ Sauce und die passierten Tomaten verrühren zum Stew hinzugeben und alles gut vermengen.

Das Stew nun bei mittlerer Hitze für eineinhalb bis zwei Stunden ohne Deckel köcheln lassen, ab und zu umrühren damit es nicht anbrennt. Kurz vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und das Stew damit garnieren.

Sonntag mit Huhn in der Karibik

Hier wieder einmal eine Fortsetzung von „ein Hühnchen kommt durch die Welt – zumindest kulinarisch“. Diesen Sonntag habe ich ein Rezept von Jamie Oliver’s Buch „Jamies 30 Minuten Menüs“ ausprobiert und mit kleinen Abstrichen es auch fast in der Zeit geschafft. Sprich, ich habe für dreiviertel des Menüs nur 45 Minuten gebraucht. 😉 Kleine eigene Variationen mit inbegriffen.

Und jetzt dazu, wo es das Hühnchen dieses Mal hin verschlagen hat: in die Karibik nach Jamaika. Ist übrigens schon mein zweiter Ausflug in die Karibik, den ersten findet ihr bei meinen Krabbenküchlein mit Gurken-Honig-Salat.

Jamaika-Hühnchen à la Jamie

Jamaika-Hühnchen2

 Zutaten für 2 Portionen:

Jamaika-Soße:

  • 4 Frühlingszwiebel
  • kleiner Bund Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • etwas gemahlene Gewürznelke
  • etwas gemahlene Muskatnuss
  • etwas gemahlenes Piment
  • 6 EL Bier (im Originalrezept war es Rum, aber den hatte ich nicht zur Hand)
  • 6 EL Apfelessig oder Weißweinessig
  • 1 EL flüssigen Honig
  • 2 kleine getrocknete Chilischoten
  • 2 Knoblauchzehen

Hühnchen:

  • 2 Hähnchenbrüste
  • Rosmarinzweige
  • Olivenöl

Beilage:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • eine Tasse Reis
  • kleine Dose schwarze Bohnen

Zubereitung:

Alle Zutaten für die Jamaika Soße kleinpürieren. Das Hähnchen längs durchschneiden, so dass man es aufklappen kann, mit Öl, Salz und Pfeffer einreiben und dann in eine heiße Grillpfanne geben. Von beiden Seiten goldgelb anbraten.

Währenddessen restlichen Frühlingszwiebeln kleinschneiden und ein einem Topf mit etwas Öl anbraten. Reis und abgetropfte Bohnen hinzugeben. Mit zwei Tassen Wasser aufgießen und quellen lassen.

Das angebratene Hühnchen in eine kleine Ofenform geben, mit der Soße begießen und den Rosmarin hinzugeben. Alles im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 15 Minuten braten.

Sobald der Reis fertig ist, alles zusammen servieren. Und wer noch Zeit hat, kann noch einen Salat dazu machen.

Kleine Winterflucht

So, die Feiertage und der Urlaub sind vorbei und es ist wieder Zeit für die Arbeit und das Wetter ist weder richtig winterlich noch einigermaßen stabil aber definitiv ekelig. Also was macht man um die Stimmung einigermaßen hoch zu halten? Nun ich wähle die einfache Variante und koche mich mal schnell in den sonnigen Süden. Dieses Mal geht es nach Afrika. Und ich muss sagen, die milde Süße der Süßkartoffeln, mit etwas Schärfe und den knackigen Erdnüssen, heben wirklich die Stimmung. Noch dazu macht die kräftige Farbe gute Laune. 🙂

Afrikanischer Süßkartoffeleintopf

Süßkartoffeleintopf

Zutaten für 4 Portionen:

  • 800 g Süßkartoffeln
  • 100 g Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Chilischote, grün
  • 40 g Ingwer, frisch
  • 1 kg   Tomaten
  • 1 EL Koriandersamen
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 5 EL Olivenöl
  • 4 EL grobe Erdnussbutter
  • 40 g Erdnüsse, geröstet und gesalzen
  • Frühlingszwiebeln

 Zubereitung:

Süßkartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauchzehen abziehen, Zwiebeln in Spalten und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote putzen und in kleine Würfel schneiden. Ingwer schälen und fein reiben. Tomaten waschen, Stielansätze entfernen und die Tomaten würfeln. Koriander- und Kreuzkümmelsamen im Mörser fein zerstoßen. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelspalten darin unter Wenden goldbraun braten. Knoblauchscheiben zugeben und kurz mitbraten. Gemörserte Gewürze zugeben und kurz mit anrösten. Chili, Ingwer, Tomaten, Erdnussbutter sowie 400 ml Wasser zugeben und alles aufkochen lassen. Süßkartoffeln zugeben und salzen. Bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten offen kochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Erdnüsse und Frühlingszwiebel grob hacken und kurz vor dem Servieren über den Eintopf streuen.

Dazu passen Reis oder Couscous.

Hot Schoko 2

So hier der zweite Teil der Schokoladen-Chili-Liäson. Ein Hauch von Chili in in viel viel Schokolade versteckt. So wird jeder verregnete Sonntag schön und jeder erste Arbeitstag nach dem Urlaub auch. Und natürlich als Dankeschön an meine Urlaubsvertretung.

 

Death by Brownie (mit Chili)

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Zubereitung:

  • 200 g Schokolade 70%
  • 100 g Schokolade 50%
  • 350 g Butter
  • 6 Eier
  • 400 g braunen Zucker
  • 100 g weißen Zucker
  • 3 Packungen Vanillezucker
  • 140 g Mehl
  • 2 -3 getrocknete kleine Chilischoten

 

Zubereitung:

Ofen auf 180° vorheizen (Ober- u. Unterhitze) und eine rechteckige Form (26 x 39 cm) buttern und mehlen.
Die Schokolade und die Butter in kleinen Würfeln im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Eier und den Zucker in einer großen Schüssel mixen, bis die Mischung hell ist und Blasen wirft. In die Ei-Zuckermischung die geschmolzene Butter-Schokoladenmischung einrühren und den Vanillezucker untermischen. Das Mehl vorsichtig einrühren, nicht zu stark rühren.

Nur wer will: Chilis im Mörser zu einem Pulver zerstoßen und unter den Teig mischen. Achtung: Während des Backens entfaltet sich erst die volle Schärfe der Chilis, deshalb beim vorher abschmecken etwas zurückhaltender sein.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen, ins Rohr schieben für ca. 35 Minuten. Die Brownies sollten nicht zu trocken werden, deswegen häufig stechen. Sie sollten „fudgy“ sein. Deswegen lieber zu früh als zu spät rausnehmen.

Ich habe eine Hälfte des Teigs mit Chili und die andere ohne gemacht. Zur Unterscheidung wurden die Brownies ohne Chili mit einer Schicht Zartbitter-Glasur überzogen. Die Brownies mit Chili mit einer rot gefärbten Glasur aus weißer Schokolade und Vanille.

 

Hot Schoko 1

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu. Dieses Mal hatte ich vor ihn auf Balkonien zu verbringen. Wer allerdings die letzten zwei Wochen in Deutschland war weiß, dass das eine schlechte Idee war. Zu viel Regen, zu kalt. Und was hilft besser gegen den Eisheiligenblues als etwas Heißes, Leckeres und Schokoladiges.

Ich habe sogar zwei Varianten des Klassikers Chili mit Schoko bzw. Schoko mit Chili gekocht, dann doppelt hält besser. Zuerst die Variante Chili mit Schoko, also scharf und deftig:

Chili con Carne con Schoko

Chili con Carne con Schoko

Zutaten:

  • 250 g Hackfleisch, halb und halb
  • 250 g Rindfleisch, z.B. Schulter
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 große Gemüsezwiebeln
  • 2 Chilischoten
  • 2 1/2 EL Tomatenmark
  • 2 Dosen Tomaten, gestückelt
  • 2 Lorbeerblätter
  • 200 g Kidneybohnen, Dose
  • 100 g Mais, Dose
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 70 g Schokolade, zartbitter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprikaschote
  • Salz und Pfeffer

 

Zubereitung:

Rindfleisch in Stücke schneiden, mit Küchenpapier abtrocknen; Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Rindfleisch darin scharf anbraten, herausnehmen und warm stellen.
Das Hackfleisch, die klein geschnittene Zwiebel und den Knoblauch in derselben Pfanne anbraten, die klein geschnittenen Chilis, das Tomatenmark und die gewürfelte Paprika dazugeben, Hitze reduzieren. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, Tomaten aus Dosen zufügen und das Lorbeerblatt hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel auf kleinster Stufe etwa 40 min köcheln lassen.
Abgewaschene Kidney-Bohnen und Mais in das Chili geben. Das warm gehaltene Rindfleisch zufügen und mit Salz, Pfeffer, evtl. Cayennepfeffer oder weiteren roten Chilis abschmecken. Zum Schluss die gehackte Schokolade hinzufügen und verrühren. Beim ersten Mal immer nur etwas Schokolade hinzufügen und probieren, ob die Mischung passt.